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2014
Archive for: September

Wenn man gegen eine spielerisch überlegene Mannschaft einen Punkt holt, sollte man zufrieden sein. Wenn man dazu noch mit Ersatz spielt, erst recht. Und so waren wir trotz 8:6-Führung am Ende des Abends zufrieden. Bei uns fehlten Rocky, der sich in der 2. festgespielt hat, Sebastian und Werner. Dafür traten Oli und Thomas unten an.

Die Doppel liefen – sagen wir es in den Worten eines Altkanzlers – suboptimal. Zwar überzeugten Oli und Johnny als Doppel 1 auf ganzer Linie, aber Herbert und Artur verschenkten den ersten Satz nach 10:2, in Worten zehnzuzwei, Führung. Da der 2. gewonnen wurde, wäre wahrscheinlich mit einer 2:0-Satzführung im Rücken einiges drin gewesen. Ähnliches galt für Thomas und Jens. Diese vergurkten zwar keine hohen Führungen, aber mit ein bisschen mehr Konstanz, insbesondere im 2. Satz, hätte durchaus ein Sieg herausspringen können. So mussten sie sich im 5. geschlagen geben. 1:2.

Der 1 FC trat oben mit Bettenfeld und Vinherm an; man nahm uns offensichtlich ernst. Um so schöner, dass Johnny gegen Bettenfeld stark aufspielte und den sicherlich nicht ganz fest eingeplanten Punkt sicherte. Da dachten wir schon eher an einen Sieg von Herbert, der eigentlich den FCler in der Vergangenheit mehrheitlich bezwungen hatte. Diesmal nicht, was weniger an Herbert lag, sondern an der ausgezeichneten Form von Vinherm.

Die Mitte hatte Verbandsligaspieler als Gegner, Jugendverbandsliga, die noch wenige Stunden vorher in Jülich kämpften. Es war klar, dass bei einem offenen Spiel hier wenig zu holen ist – außer man heißt Artur und kann ab und an einen Rückhandtrümmerball herausholen. In einer für diese Klasse rassigen und schnellen Partie hatte er am Ende eine Granate mehr in petto. Vielleicht auch ein bisschen Glück. Dieses brauchte Jens nicht, denn er kann Angaben und Topspin mit Drall. Nachdem er die schnellen Topspins um die Ohren geblockt bekam, sattelte er auf Überrissene um. Mit Erfolg. Da fehlte seinem Gegner Sälzer die Erfahrung. Und schon führten wir mit 4:3. Unten bewies Oli, dass er formidabel in Form ist. Seine Siegesserie hielt auch gegen Schoulen. Beide agierten ähnlich sicher, nur Oli konnte Nadelstiche in Form von Schüssen setzen. Thomas merkte hingegen schnell, dass die 1.-Kreisklasse-Trauben zwar süß schmecken, aber hoch hängen. Er hielt gut mit, gewann einen Satz, aber am Ende war sein Kontrahent Jakob sicherer.

Oben zeigte sich ein ähnliches Bild, wie beim ersten Durchlauf. Vinherm spielte gegen Johnny überragend, Bettenfeld biss sich in fünf hart umkämpften Sätzen an Herbert die Zähne aus. Das war richtig schön anzuschauen. Die Bälle wechselte bis zu 20-mal die Seite, Bettenfeld zog, Herbert hielt hin.

In der Mitte ging das Duell Talent gegen Erfahrung unentschieden aus. Artur kam mit den Angaben seines Kontrahenten nicht zurecht und war mehr oder weniger chancenlos. Jens erwischte einen Sahnetag und konnte den jungen Mann wahrscheinlich zum letzten Mal in seinem Leben in Schach halten. Die Ein-Punkte-Führung hatte Bestand. Oli baute sie aus. Wieder machten die Schmetterschläge und Topspins den Unterschied. Halten konnten beide den Ball über Stunden. Thomas fand keine Mittel. Es kam zum Abschlussdoppel. Ein Doppel, das mit Kreisklassen-Niveau nichts zu tun hatte. Da klatschten selbst die Landesliga-Spieler, die in der anderen Halle ihr Spiel beendet hatten und zum Zuschauen kamen. Bettenfeld und Greifenberg spielten vom Feinsten, Oli und Johnny hielten dagegen. Dass es nicht reichte, konnte man wirklich keinem zum Vorwurf machen. Es war einfach gut, sehr gut.

Für uns begann die Saison recht entspannt, denn unsere Auftaktgegner gehören nicht zur Elite der Gruppe; sie werden sich am Ende der Saison wohl in den hinteren Regionen der Tabelle wiederfinden. Nach Pulheim nun also Langenich IV. Bis dato punktlos. Für die Erftstädter kam noch erschwerend hinzu, dass wir mit Rocky antraten. Und so wurde es doch über weite Strecke recht einseitig, wobei man sagen muss, dass Langenich ein ganz anderes Niveau als Pulheim an die Platte brachte. Wir gewannen zwar, aber die Spiele waren in der Regel umkämpft (mal abgesehen von Artur, der sehr kurzen Prozess machte). Die Ausnahmen:

1. Das Doppel Rocky und Sebastian vergurkte zwei Matchbälle. Nach Holperstart kamen sie eigentlich ins Spiel, schienen auf der Siegerstraße, bevor ihnen am Ende die Konzentration und Ruhe ausging.

2. Herbert: Sein Gegner Rettig überzeugte durch konsequentes Spinspiel, eigentlich eines von Herberts leichteren Übungen. Aber: Das Sidespinspiel behagte Herbert so gar nicht. Häufig landeten die Blocks seitlich der Platte.

3. Johnny: Nach gewonnenem ersten Satz wurde sein Kontrahent Bouge sicher und sicherer. Er blockte fies scharf zurück. Da wurde es schwer.

Ab nächste Woche wird es ernst. Am Montag geht es gegen Vogelsang und dann gegen den FC. Da sind Siege keine Pflicht mehr, sondern Vergnügen.

Mannomann, Tischtennis kann so ungerecht sein, so grausam. Wenn zwei gleich starke Teams sich an der Platte duellieren, sollte am Ende ein Unentschieden stehen.

Warum wäre eine Punkteteilung gut, gerecht und schön gewesen?

1. Wir hätten gerne denn Punkt gehabt. Na ja, kein überzeugendes Argument.

2. Christoph hatte in seinem 2. Spiel bei 10:9 im 4. Satz einen Matchball, trümmerte – daneben. Ärgerlich, aber so etwas kommt häufiger vor.

3. Werner führte – zur Überraschung aller – im 5. Satz beim Stand von 7:8 gegen uns, das Abschlussdoppel war schon gespielt und verloren, 8:2, dann 10:6; er hatte demnach 4 Matchbälle. Zwei von denen wurden durch Nasse, hier gerecht verteilt auf Kantenball und Netzroller, abgewehrt. Es folgte ein weiterer Matchball bei 11:10, der wiederum äußerst unglücklich oder glücklich je nach Sichtweise vereitelt wurde, um selbst dann den Satz und das Spiel durch einen Netzroller zu verlieren. Das war Pech und nichts anderes.

PS. Wäre es zum Unentschieden gekommen, hätten die Berrenrather mit dem Spiel Krümpel gegen Lück gehadert. Denn hier führte der Berrenrather im 5. Satz mit 7:0, um es noch zu vergeigen. Allerdings: Einen Matchball hatte der Sportskollege Lück nicht.

Gleich im zweiten Spiel sollte es zum Duell zweier Aufstiegskandidaten kommen. Lövenich ist gespickt mit Spielern, die noch vor Kurzem Verbandsliga/Landesliga gespielt haben und so waren wir gut vorbereitet; leider weiterhin ohne Kai.
Dass es nicht zu einem langen, spannenden Spiel wurde, verdankten wir unserer ungeahnten Doppelstärke. 3:0 und 12:0 Sätze. Da muss man sicherlich weit in der Historie zurückschauen, um ein gleiches Resultat zu finden. Benjamin machte kurzen Prozess, während Jan sich dem starken Klein geschlagen geben musste. Frank hatte dann alle Mühe mit Kessel, der nahezu jeden Ball mit seinem Anti auf die Platte brachte. Allerdings wurde nach dem Spiel geunkt, dass Franks Topspin auch eher mit Unterschnitt und einer gewissen Entschleunigung auf die gegnerische Seite gezogen wurden. Helmut zeigte eine starke Form und verlor unglücklich mit knappen Sätzen und 1:3.

Rocky scheint der Anschlag um 18.30 Uhr deutlich besser zu vertragen. Mit knallharten Schüssen und unangenehmen Rückhandbällen setzte er seinen Gegner unter Druck und gewann verdient. Jürgen war wieder der Fels in der Brandung und ließ seinem bemitleidenswerten Sparringsparter in drei Sätzen 14 Punkte.

Das sah nach einem Kantersieg aus. Benjamin spielte wieder wie entfesselt (das chinesische Trainingslager zeigt Wirkung) und siegte souverän. Im anschließend Spiel sah Jan bei 1:2 Sätzen und 6:10 schon wie der sichere Verlierer aus. Eine 6:0-Aufholjagd und ein letztlich ungefährdeter Sieg im 5. Satz machten aber den Sieg perfekt.
Jetzt gilt es in den nächsten beiden Spielen eine gute Truppe an den Start zu bringen, um dann am 04.10. gegen den nächsten Aufstiegskandidaten DJK Quettingen vielleicht erneut zuzuschlagen.

Neue Saison. Neues Glück. Da wir uns mit Rocky und Kai im Vergleich zur Vorsaison verstärkt haben, gehen wir diese Saison deutlich ambitionierter ans Werk. Unser Ziel: oben mitzuspielen. Im ersten Spiel kam es zum Duell am Sonntagmorgen gegen Dellbrück. Die Dellbrücker liegen uns nicht richtig gut und somit waren wir gewarnt. Kai hätte mal besser vorab geschaut, dass wir am Sonntag und nicht am Samstag spielen, dann hätte er nicht im Flieger gesessen, sondern an der Platte gestanden.

Der Start in den Doppeln gelang mit 2:1 erfreulich. Jan und Benjamin legten direkt nach und auch Frank und Helmut ließen keine Spannung aufkommen. Rocky hatte wohl am Samstag etwas zu tief ins Glas geschaut und konnte in den frühen Morgenstunden bei seinem ersten Einsatz für uns nicht überzeugen. Jürgen dagegen war souverän.

Im zweiten Durchgang setzten Benjamin und Jan ihre Erfolgsserie fort, eine Steilvorlage für Helmut oder Frank. Beide wollten aber irgendwie nicht und mussten sich geschlagen geben. Sollte noch mal Spannung aufkommen? Nix da! Denn Jürgen machte es zwar auf seine Weise spannend, siegte aber im 5. Durchgang verdient.
Auftakt gelungen!