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Im Vorfeld hatten wir uns das so schön vorgestellt: Geyen von der Platte fegen, vier Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten haben, einen Schokoladen-Nikolaus mehr essen können und insbesondere eine sehr entspannte Rückrunde spielen. Daraus wurde nichts – und das war schnell klar. Da half alles Probieren und Trainieren am Mittwoch nichts, die Doppel stachen nicht. Das ausgedachte Konzept – starkes Doppel 1, bestmögliches Doppel 3, Opferdoppel – hätte durchaus funktionieren können, doch Benjamin und Frank spielten einerseits nicht konstant genug, andererseits hatten sie im entscheidenden Augenblick auch noch Pech. Jan und Rocky, das Doppel 3, brauchten zwei Sätzen zum Warmwerden, wandelten dann zielsicher auf der Gewinnerstraße, bis zur 9:5-Führung im 5-Satz, bevor sie die falsche Abzweigung nahmen und in der Verlängerung noch verloren. 0:3. Hartes Brot. Für Kai wurde es ganz hart. Im Auto betonte er noch, dass er ohne Spielverlust die Runde beenden wollte. Nach zwei Sätzen war er über einen gewonnenen Punkt, na ja, froh. Schmidt, sein Gegner, hatte so mal überhaupt keine Probleme mit Kais Spiel. Benjamin spielte klasse und sicherte uns den ersten Punkt. Eine Wende war dies nicht. Denn Frank verlor nach zwei gewonnenen Sätzen den Faden und die Ruhe. Die nächste unnötige 5-Satzniederlage. Kurz kamen wir durch Jan und Rocky noch einmal auf 5:3 ran, doch dann war es vorbei mit der schwach schimmernden Herrlichkeit. Jens spielte gut, nur nicht in den entscheidenden Momenten. Benjamin spielt sehr gut, nur sein Gegner sehr, sehr gut (mit Bezirksklasse hatte das so viel zu tun wie eine Luftpistole auf einer amerkanischen Waffenmesse, das war großes Kaliber). Und Kai kassierte gleich die zweite Niederlage, diesmal allerdings eine äußerst knappe; er führte im 5. Satz noch 9:7. Der Schlussakkord setzte Jan – oder ließ ihn setzen. Von den Aufschlägen seines Gegners Lackstätters irritiert fand er nicht zur Sicherheit und Konzentration. Das war’s. Natürlich war die Niederlage zu hoch, verdient war sie an dem Abend aber allemal.

Diesmal führte uns das Auswärtsspiel nach Ahe, einem Vorort von Bergheim, das wiederum bekanntlich ein Vorort von Köln ist. Die Bergheimer rangieren im gesicherten Mittelfeld mit leichtem Blick nach unten, was wiederum an deren unteren Paarkreis liegt. Von 1-4 weisen die Jungs gute Bilanzen auf, das untere Paarkreuz beileibe nicht. Wir sollten also mit der nötigen und gewohnten Konzentration das Spiel angehen – und das taten wir. 3:0 Doppel. So kann eine Reise losgehen. Nur Sebastian und Oli eierten ein wenig rum.

Die Doppelbank tat uns gut. Denn oben mussten wir einen Rückschlag hinnehmen. Jens brachte eine 2:1-Satzführung und 7:3-Spielführung im 4. Satz nicht nach Hause und kassierte eine völlig unnötige Niederlage. Während Herbert eine 2:0-Satzführung nicht reichte. Wobei – auch wenn Herbert sehr unzufrieden mit seinem Spiel war – wir ihm zugutehalte müssen, dass sein Gegner stärker und stärker wurde und er dank einer knallharten Vorhand Herberts Blocks umgehen konnte. Nun stand das Spiel für kurze Zeit auf der Kippe. Auch wenn Sebastian sehr überzeugend unseren vierten Punkt ergatterte, waren die nächsten beiden Spiele auf Messers Schneide. Artur spielte gegen einen – insbesondere für ihn – sehr unangenehmen Noppenspieler. Doch er behielt im 4. und 5. Satz die erforderliche Ruhe. Oliver, ja, Oliver spielte, sagen wir mal so, nicht sein allerfeinstes Tischtennis. Da haben wir ihn schon besser gesehen. Zum Glück erinnerte er sich im 5. Satz an seine Fähigkeiten. Werner brauchte diese gegen eine völlig überforderte Gegnerin nicht. Es stand 7:2. Die Messe war, ihr wisst schon. Denn Herbert spielt so sicher wie das Amen in dieser Messe eins zu eins. So auch diesmal. Und Jens fand zwar spät, aber er fand noch den roten Faden seines Spiels und machte nach 1:2-Satzrückstand den Sack dann doch fest zu.

Es ging gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter und dann noch ohne zwei renommierte Kräfte, Herbert und Jens. Eigentlich stellten wir uns auf eine schnelle Geschichte ein, doch es kam anders: Denn zwei Spieler hatten einen Sahnetag, Johnny und Werner. Und dann hatten wir noch unsere Geheimwaffe am Start: Lloyd.

Doch nach einem Sieg sah es zunächst nicht aus: Nach fünf Spielen stand es 1:4. Die Wende kam mit Johnny, der überragend spielte. Als dann Artur, Sebastian und Werner jeweils im 5. Satz in der Verlängerung siegten, wurde Efferen langsam unruhig. Werner holte dabei einen 0:2-Satzrückstand auf; plötzlich kam sein Rückhandschuss und er wurde im Laufe des Spiels auch mit der Vorhand sicher und sicherer. Jetzt führten wir. Wenn auch nur kurz, da Uli gegen Wanoth, der eine überragende Bilanz oben hat, zwar 10:7 im 5. Satz führte, aber den Sack nicht zuschnüren konnte. Besser machte es Lloyd, der in der Verlängerung des 5. Satzes die Nerven behielt. Johnny knallte sich im folgenden Spiel mit einem Alterskollegen die Bälle nur so um die Ohren, erfolgreich. 7:5. Der Sieg war nah. Doch weder Artur noch Sebastian konnten an die Form ihrer ersten Spiele anknüpfen und verloren recht klar.

Also 7:7. Lloyd sagte zu Werner, „du machst das schon“. Einfach gesagt, schwer getan. Denn der junge Gegner hatte fiese Angaben, die Werner nicht behagten. Doch wieder konnte er sich auf seinen Rückhandschuss verlassen und letztendlich tütete er den Sieg recht deutlich ein. Es ging ins Schlussdoppel. Und hier zeigten noch einmal Lloyd und Johnny ihre ganze Kunst.

Juhuh, gegen den Spitzenreiter gewonnen. Anschließend kamen alle Spieler von Efferen zu uns und gratulierten uns zum Sieg. Sie sagten, wir wären heute die bessere Mannschaft gewesen – tolle Geste und Einstellung.

 

17.30 Uhr. Wir kommen an der Halle an. Ein ganzer Parkplatz steht uns zur Verfügung, freie Auswahl. Die Halle. Sauber, fast geleckt. Wo sind die Tags und Graffitis? Wo ist der Schimmel in die Duschen? Und die Toiletten riechen nicht nach Urin. Wie spielen definitiv nicht in Köln. Wir spielen in Habbelrath – und zwar souverän.

Die Habbelrather rangieren am Tabellenende, Abstiegskampf ist angesagt, und so nahmen wir die Favoritenrolle ein, eine Rolle, der wir im Großen und Ganzen gerecht wurden. Im Ganzen, die Doppel: Artur und Herbert sowie Johnny und Sebastian hatten kaum bis keine Probleme, ihre Spiele zu gewinnen. Jens und Werner schon. Den 1. Satz brauchten sie zum Warmwerden, im 2. vergeigten sie eine 10:6-Führung. Die Folge: Nach zwei gewonnenen Sätzen kam es, wie es so häufig kommt, es klappt nichts und das Spiel ist verloren.

Oben trifft Herbert – wie bis jetzt in jedem Spiel – auf einen Gegner, der sich sehr gut auf Herberts Spiel einstellen konnte. Diesmal im Eröffnungseinzel, während Johnny seine Schnelligkeit ausnutze. Es stand 3:2 für uns. Dann 4:3, da Artur nicht konsequent genug spielte und sicherlich etwas überraschend und genauso unnötig verlor. In die Gefahr trudelte Jens nicht; da hätte schon eine Pferdeherde vor Doc Morris kotzen müssen, zu deutlich verlief die Angelegenheit. Ähnliches gilt für das untere Paarkreuz. Wenn wir ganz subjektiv ehrlich sind, waren sowohl Sebastian als auch Werner zu stark für ihre Gegner, auch wenn sie zwischenzeitlich mal den Faden verloren, und einen Satz abgeben mussten. Nervosität kam weder bei den Spielern noch bei den uns positiv gestimmten Zuschauern, also uns, auf. Nun stand es 6:3 und alles verlief in den gewünschten Bahnen. Da machte es auch nichts, dass Johnny gegen einen sehr stark aufspielenden Gegner den Kürzern zog. Herbert wahrte seine 1:1-Bilanz souverän und Jens kam nicht in Verlegenheit gegen einen Spieler, der ihn sehr an gewisse Noppen spielende Trainingspartner erinnerte. Den Schlussschuss setzt Artur. Pflicht erfüllt.

Letztendlich war Pulheim zu stark. So etwas kommt vor, auch wenn es selbstredend schöner gewesen wäre, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre. Wenn der halbwegs neutrale Betrachter, okay, auch der parteiische, sich die Spiele so anschaute, könnte er sagen, 5 Siege sind gegen die Pulheimer gar nicht so schlecht. Denn zumindest gegen das mittlere Paarkreuz war jeder Sieg ein Bonus und eine Niederlage kein Malus. Was konkret heißt: Oli und Jörg spielten zweimal ausgezeichnet und sicherten sich so eine ausgeglichene Bilanz. Das war sehr, sehr schönes Tischtennis.

Das gelang leider nicht durch die Bank. Christoph präsentierte sich nur im ersten Spiel in Bestform, die hätte er sich lieber für sein zweites Spiel aufgehoben: Hier wäre ein Sieg dann im Bereich des Möglichen gewesen. So ging er mit zwei Niederlagen vom Tisch. Das gilt auch für Benjamin: In seinem zweiten Einzel war er keinesfalls chancenlos. Im ersten schon. Wir könnten nun die berühmte Hätte-Fahrrad-Kette herausholen, aber das ist müßig.

Ach so, es fehlen noch drei Siege: Die ergatterten ein Doppel, Dirk in seinem ersten Spiel und Emrah, der nie einen Zweifel aufkommen ließ, wer als Sieger von der Platte geht.

 

„Ich glaube nicht daran, dass die Angst vor dem Verlieren so stark antreibt, wie die Lust aufs Gewinnen.“ Ich dachte, ich fange den Spielbericht mal mit einer Weisheit des großen Philosophen Jürgen Klopp an. Schließlich treibt uns die Lust am Gewinnen uns Samstag für Samstag in die Halle, weg von unseren Sofas, um mit ein wenig Kautschuk gegen ein bisschen Zelluloid zu schlagen. Um es kurz zu machen: Unsere Lust wurde befriedigt. Zumindest als Team. Aber auch jeder Einzelne erlebte das wärmende Gefühl eines Sieges, sei es im Einzel, sei es im Doppel, sei es im Einzel und im Doppel.
Gegen Zollstock räumten wir die Doppel einmal komplett ab, um direkt mal das Revier zu markieren; schließlich spielten wir zu Hause. Das war natürlich eine Bank, an der nur kurz gerüttelt wurde. Denn Herbert und Johnny verloren gleich mal ihre beiden Einzel im oberen Paarkreuz. Herbert kam gar nicht gegen den clever spielenden Linkshänder zurecht. Johnny agierte nicht konstant genug. Spannung kam dennoch nur sehr gering dosiert auf. Jens brauchte nur einen Warmmachsatz, Artur deren zwei und Sebastian nur seine formidable Form, um jeweils – schlussendlich – mühelos ihre Spiele zu gewinnen. Es stand 6:2, alsbald 6:3, da Werner – sagen wir mal – nicht sein allerbestes Tischtennis zeigte. Vielleicht lag es aber auch am Gegner. Sowohl Herbert als auch Johnny hatten die Lust am Gewinnen nach den beiden Auftaktniederlagen nicht so recht befriedigt und daher holten sie diese in ihren zweiten Spielen eindrucksvoll nach. Den Schlusspunkt setzte Jens, der mit drei Erfolgen so richtig lustbefriedigt war. Die Premiere mit den neuen Trikots war gelungen. Und Siegen macht Spaß.

Nachdem Nippes nicht verlegen wollte oder konnte, traten wir mit einigen Mann Ersatz an. Doch: Nach 3 Doppeln führten wir überraschenderweise 2:1. Herbert und Arthur gewannen, Werner und Christian lagen schon 2:0 zurück, kämpften wie die Tiere, spielerisch gut, Satzausgleich, im 5. Satz Gegner genervt vom überragenden Einsatz – klar gewonnen. Als dann auch noch Herbert gewann, glaubten wir schon an Punkte. Arthur spielte wie immer Weltklasse – Kreisklasse. Sein Gegner war sehr stark, aber hektisch, versuchte es mit Ballonbällen und Arthur wie gesagt, mal Kopfschütteln beim Gegner, mal Schweigen. Werner hatte sein Pulver im Doppel verschossen und keine Kraft mehr, im 2. Einzel kein Antwort auf die starken Aufschläge. Christian spielte gut – reicht halt ab 9 nicht ganz, noch nicht. Thomas Kervin sei Dank für die kurzfristige Ersatzstellung, ohne Training und Spielpraxis hatte er keine Chance.

Der 2. Teil: Arthur frustriert und Herbert mit Problemen beim Aufschlag des Gegners, der dann nach 2-3 tollen Topspins, die Herbert alle blockte, auf Ballonbälle überging – was Herbert überhaupt nicht liegt. Die Folge: Über Kopfschmetterbälle von Herbert – nicht so sein Ding- daher Niederlage. Nun zum Spieler des Tages – Olli. Schon im 1. Spiel mit toller Abwehr und großem Kampf zum Sieg. Im Spiel Nr. 2 übertraf er sich noch; wir hatten schon verloren. Im entscheidenden 5. Satz lag Olli schon 8:1 !!!! zurück, sein Gegner hatte das Spiel schon abgehakt, machte mal locker 2 “ Lustbälle“ als Schmetterbälle – daneben. Olli 2 antwortete mit super Vorhandschüsse – der Gegner wurde nervös. Großer Kampf 9:9. Ruhe bewahren, Schupfen, Sieg in der Verlängerung. Was für ein Spiel. Olli überschwänglich in der Freude, die wir bei Pizza und Kölsch ausklingen ließen. Schade, mit Christoph wäre Punkt oder Sieg möglich gewesen – aber es gibt ja noch das Rückspiel.

Wenn man gegen eine spielerisch überlegene Mannschaft einen Punkt holt, sollte man zufrieden sein. Wenn man dazu noch mit Ersatz spielt, erst recht. Und so waren wir trotz 8:6-Führung am Ende des Abends zufrieden. Bei uns fehlten Rocky, der sich in der 2. festgespielt hat, Sebastian und Werner. Dafür traten Oli und Thomas unten an.

Die Doppel liefen – sagen wir es in den Worten eines Altkanzlers – suboptimal. Zwar überzeugten Oli und Johnny als Doppel 1 auf ganzer Linie, aber Herbert und Artur verschenkten den ersten Satz nach 10:2, in Worten zehnzuzwei, Führung. Da der 2. gewonnen wurde, wäre wahrscheinlich mit einer 2:0-Satzführung im Rücken einiges drin gewesen. Ähnliches galt für Thomas und Jens. Diese vergurkten zwar keine hohen Führungen, aber mit ein bisschen mehr Konstanz, insbesondere im 2. Satz, hätte durchaus ein Sieg herausspringen können. So mussten sie sich im 5. geschlagen geben. 1:2.

Der 1 FC trat oben mit Bettenfeld und Vinherm an; man nahm uns offensichtlich ernst. Um so schöner, dass Johnny gegen Bettenfeld stark aufspielte und den sicherlich nicht ganz fest eingeplanten Punkt sicherte. Da dachten wir schon eher an einen Sieg von Herbert, der eigentlich den FCler in der Vergangenheit mehrheitlich bezwungen hatte. Diesmal nicht, was weniger an Herbert lag, sondern an der ausgezeichneten Form von Vinherm.

Die Mitte hatte Verbandsligaspieler als Gegner, Jugendverbandsliga, die noch wenige Stunden vorher in Jülich kämpften. Es war klar, dass bei einem offenen Spiel hier wenig zu holen ist – außer man heißt Artur und kann ab und an einen Rückhandtrümmerball herausholen. In einer für diese Klasse rassigen und schnellen Partie hatte er am Ende eine Granate mehr in petto. Vielleicht auch ein bisschen Glück. Dieses brauchte Jens nicht, denn er kann Angaben und Topspin mit Drall. Nachdem er die schnellen Topspins um die Ohren geblockt bekam, sattelte er auf Überrissene um. Mit Erfolg. Da fehlte seinem Gegner Sälzer die Erfahrung. Und schon führten wir mit 4:3. Unten bewies Oli, dass er formidabel in Form ist. Seine Siegesserie hielt auch gegen Schoulen. Beide agierten ähnlich sicher, nur Oli konnte Nadelstiche in Form von Schüssen setzen. Thomas merkte hingegen schnell, dass die 1.-Kreisklasse-Trauben zwar süß schmecken, aber hoch hängen. Er hielt gut mit, gewann einen Satz, aber am Ende war sein Kontrahent Jakob sicherer.

Oben zeigte sich ein ähnliches Bild, wie beim ersten Durchlauf. Vinherm spielte gegen Johnny überragend, Bettenfeld biss sich in fünf hart umkämpften Sätzen an Herbert die Zähne aus. Das war richtig schön anzuschauen. Die Bälle wechselte bis zu 20-mal die Seite, Bettenfeld zog, Herbert hielt hin.

In der Mitte ging das Duell Talent gegen Erfahrung unentschieden aus. Artur kam mit den Angaben seines Kontrahenten nicht zurecht und war mehr oder weniger chancenlos. Jens erwischte einen Sahnetag und konnte den jungen Mann wahrscheinlich zum letzten Mal in seinem Leben in Schach halten. Die Ein-Punkte-Führung hatte Bestand. Oli baute sie aus. Wieder machten die Schmetterschläge und Topspins den Unterschied. Halten konnten beide den Ball über Stunden. Thomas fand keine Mittel. Es kam zum Abschlussdoppel. Ein Doppel, das mit Kreisklassen-Niveau nichts zu tun hatte. Da klatschten selbst die Landesliga-Spieler, die in der anderen Halle ihr Spiel beendet hatten und zum Zuschauen kamen. Bettenfeld und Greifenberg spielten vom Feinsten, Oli und Johnny hielten dagegen. Dass es nicht reichte, konnte man wirklich keinem zum Vorwurf machen. Es war einfach gut, sehr gut.

Für uns begann die Saison recht entspannt, denn unsere Auftaktgegner gehören nicht zur Elite der Gruppe; sie werden sich am Ende der Saison wohl in den hinteren Regionen der Tabelle wiederfinden. Nach Pulheim nun also Langenich IV. Bis dato punktlos. Für die Erftstädter kam noch erschwerend hinzu, dass wir mit Rocky antraten. Und so wurde es doch über weite Strecke recht einseitig, wobei man sagen muss, dass Langenich ein ganz anderes Niveau als Pulheim an die Platte brachte. Wir gewannen zwar, aber die Spiele waren in der Regel umkämpft (mal abgesehen von Artur, der sehr kurzen Prozess machte). Die Ausnahmen:

1. Das Doppel Rocky und Sebastian vergurkte zwei Matchbälle. Nach Holperstart kamen sie eigentlich ins Spiel, schienen auf der Siegerstraße, bevor ihnen am Ende die Konzentration und Ruhe ausging.

2. Herbert: Sein Gegner Rettig überzeugte durch konsequentes Spinspiel, eigentlich eines von Herberts leichteren Übungen. Aber: Das Sidespinspiel behagte Herbert so gar nicht. Häufig landeten die Blocks seitlich der Platte.

3. Johnny: Nach gewonnenem ersten Satz wurde sein Kontrahent Bouge sicher und sicherer. Er blockte fies scharf zurück. Da wurde es schwer.

Ab nächste Woche wird es ernst. Am Montag geht es gegen Vogelsang und dann gegen den FC. Da sind Siege keine Pflicht mehr, sondern Vergnügen.

Mannomann, Tischtennis kann so ungerecht sein, so grausam. Wenn zwei gleich starke Teams sich an der Platte duellieren, sollte am Ende ein Unentschieden stehen.

Warum wäre eine Punkteteilung gut, gerecht und schön gewesen?

1. Wir hätten gerne denn Punkt gehabt. Na ja, kein überzeugendes Argument.

2. Christoph hatte in seinem 2. Spiel bei 10:9 im 4. Satz einen Matchball, trümmerte – daneben. Ärgerlich, aber so etwas kommt häufiger vor.

3. Werner führte – zur Überraschung aller – im 5. Satz beim Stand von 7:8 gegen uns, das Abschlussdoppel war schon gespielt und verloren, 8:2, dann 10:6; er hatte demnach 4 Matchbälle. Zwei von denen wurden durch Nasse, hier gerecht verteilt auf Kantenball und Netzroller, abgewehrt. Es folgte ein weiterer Matchball bei 11:10, der wiederum äußerst unglücklich oder glücklich je nach Sichtweise vereitelt wurde, um selbst dann den Satz und das Spiel durch einen Netzroller zu verlieren. Das war Pech und nichts anderes.

PS. Wäre es zum Unentschieden gekommen, hätten die Berrenrather mit dem Spiel Krümpel gegen Lück gehadert. Denn hier führte der Berrenrather im 5. Satz mit 7:0, um es noch zu vergeigen. Allerdings: Einen Matchball hatte der Sportskollege Lück nicht.